Corporate News
Schramberg, den 7. September 2026 – Die Geschäftsführung der hGears Schramberg GmbH, eine Tochtergesellschaft der hGears AG, hat beim zuständigen Amtsgericht Rottweil einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung nach §§ 270 ff. InsO gestellt. Ziel ist es, die erforderliche Restrukturierung des Standorts Schramberg in einem geordneten rechtlichen Rahmen voranzutreiben und die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Aufstellung zu schaffen.
Geplant ist, dass der Geschäftsbetrieb der hGears Schramberg GmbH nach Einreichung des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens fortgeführt wird. Die Geschäftsführung soll im Rahmen der Eigenverwaltung im Amt bleiben und den Restrukturierungsprozess steuern.
Hintergrund der Antragstellung ist die eingetretene Zahlungsunfähigkeit infolge dauerhaft zu geringer Produktionsvolumina und einer für das aktuelle Geschäftsvolumen zu hohen Kostenbasis. Trotz bereits umfangreicher Struktur-, Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen ist es nicht gelungen, den Standort unter den veränderten Marktbedingungen aus eigener Kraft wirtschaftlich tragfähig aufzustellen. Insbesondere die anhaltend schwache Entwicklung des für den Standort Schramberg besonders wichtigen Geschäftsbereichs e-Bike hat zu einer erheblichen Unterauslastung der bestehenden Produktionsstrukturen geführt.
Das Insolvenzverfahren ist auf die hGears Schramberg GmbH begrenzt, auf die im ersten Halbjahr 2026 rund 26 % des Konzernumsatzes entfielen. Die hGears AG sowie die weiteren operativen Tochtergesellschaften mit Produktionsstandorten in Padua (Italien) und Suzhou (China) sind davon derzeit nicht betroffen und führen ihren Geschäftsbetrieb unverändert fort.
Zwischen der hGears Schramberg GmbH und der hGears AG besteht ein Beherrschungsvertrag. Im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren können sich daraus grundsätzlich finanzielle Auswirkungen für die hGears AG ergeben, deren Art und Umfang vom weiteren Verlauf des Verfahrens abhängen.
„Die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung lässt uns keine andere Wahl, als für die hGears Schramberg GmbH ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu beantragen. Das Verfahren eröffnet jedoch die Möglichkeit, die notwendigen strukturellen Veränderungen vorzunehmen und eine tragfähige Perspektive für den Standort zu entwickeln“, sagt Sven Arend, CEO der hGears AG. „Zugleich wollen wir die operative Kontinuität für unsere Kunden und Geschäftspartner bestmöglich sicherstellen und die Voraussetzungen für eine langfristig wettbewerbsfähige Aufstellung schaffen.“
Die hGears AG wird über wesentliche Entwicklungen im weiteren Verlauf des Verfahrens informieren.
Aktuelle Informationen zum Bank- und Kapitalanlagerecht, Hintergrundinformationen zu Anlagebetrugs- und Anlagehaftungsfällen sowie Verbraucherschutzberichte
Montag, 7. September 2026
paragon GmbH & Co. KGaA und zwei weitere Gesellschaften der paragon-Gruppe haben Insolvenzanträge gestellt
Corporate News
- Indischer Investor Tejascore Techsystems Inc. erfüllt seine vertraglichen Verpflichtungen nicht
- Wegen der ausbleibenden Zahlungen i.H.v. EUR 12 Mio. kann paragon Zusagen ggü. seinen Lieferanten nicht leisten
- Insolvenz betrifft neben der börsennotierten paragon GmbH & Co. KGaA auch die Tochterunternehmen paragon electronic GmbH und paragon movasys GmbH mit insgesamt 552 Arbeitsplätzen
- paragon ist profitabel und verfügt über einen erheblichen Auftragsbestand großer Autohersteller und sieht sich gut gerüstet für die Zukunft
Delbrück, 07. September 2026 – paragon [ISIN DE0005558696] hat heute beim Amtsgericht Paderborn Insolvenzanträge für die Firmen paragon GmbH & Co. KGaA, paragon electronic GmbH und paragon movasys GmbH gestellt, nachdem ein Investor trotz Nachfristsetzung seinen vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen ist.
paragon hat es in den letzten Jahren, die durch globale Krisen und den Auswirkungen auf den automobilen Markt gekennzeichnet waren, geschafft, seine Verschuldung um mehr als 64% zu senken und trotz gesunkenem Umsatz seine Ergebnisse zu steigern. Der am 23. Juli 2025 veröffentlichte vorläufige Jahresabschluss für 2025 zeigt schwarze Zahlen und weist auf einen Rekord-Auftragseingang hin.
Um die Lieferantenverbindlichkeiten auf ein akzeptables Niveau zu senken, hat die paragon-Geschäftsführung einen Investor gesucht und seit Ende November 2025 mit einem indischen Privatinvestor bzw. dessen amerikanischen Holding Tejascore Techsystems Inc. verhandelt. Nach monatelangen intensiven Gesprächen, einer Due-Diligence-Prüfung und dem Austausch detaillierter Finanzinformationen unterzeichneten die Parteien am 19. Juni 2026 ein verbindliches Termsheet für Minderheitsbeteiligungen sowohl an der persönlichen haftenden Gesellschafterin der paragon GmbH & Co. KGaA, der paragon GmbH, als auch an der Frers Family Office GmbH, der Mehrheitsaktionärin der paragon GmbH & Co. KGaA. Am selben Tag gab Tejascore eine Finanzierungsbestätigung ab, in der sie ihre verbindliche Zusage bekräftigte, paragon ein Darlehen in Höhe von EUR 12 Mio. zur Verfügung zu stellen.
Tejascore hat sich in der Finanzierungsbestätigung verpflichtet, EUR 5 Mio. Ende Juni und weitere EUR 7 Mio. Ende Juli zu überweisen. Ferner sollte ein weiteres Darlehen über EUR 6 Mio. auf ersten Abruf bereitgestellt werden. Seiner Pflicht zur Umsetzung des Termsheets und der unverzüglichen Gewährung der Darlehen ist Tejascore trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachgekommen. Alle Bedingungen, die paragon bzw. die Frers Family Office GmbH betrafen, sind dagegen erfüllt worden.
Die Zusicherungen des CEOs und Mehrheitsaktionärs von Tejascore, in den USA über Finanzmittel in Höhe von mehr als USD 100 Mio. und weitere Mittel in Indien zu verfügen, waren der wesentliche Faktor für den Abschluss der Vereinbarungen, erwiesen sich aber mittlerweile als nicht zutreffend. Vielmehr war es wohl seine Absicht, erst durch Aktienemissionen an der New Yorker Börse die Finanzmittel zu beschaffen, was offensichtlich nicht gelang. paragon‘s Anwälte gehen daher von einer arglistigen Täuschung aus; es besteht der Verdacht des Betrugs.
Der Abschlussprüfer von paragon, KPMG, hat seine Prüfungsarbeiten zum Jahresabschluss 2025 weitgehend abgeschlossen; zum Bestätigungsvermerk fehlt nun der Eingang der Zahlungen von Tejascore. Ohne die Finanzmittel des Investors kann paragon die Zusagen, die im Rahmen von Vereinbarungen mit den Lieferanten getroffen wurden, nicht einhalten und muss daher Insolvenz beantragen, was auch für die Tochterfirmen paragon electronic GmbH und paragon movasys GmbH gilt. Hätte Tejasacore seine vertraglichen Pflichten erfüllt, wäre paragon bis Ende 2028 (!) durchfinanziert gewesen und es wäre nicht zu dieser einschneidenden Konsequenz gekommen. Betroffen sind die paragon-Standorte in Delbrück, Suhl, Landsberg am Lech, Limbach, Nürnberg und St. Georgen mit insgesamt 552 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – davon 21 Azubis und Praktikanten -, nicht aber die ausländischen paragon-Töchter in Kroatien und China.
Für alle Stakeholder – Aktionäre, Anleihengläubiger, Kunden, Lieferanten, Finanzierer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zuletzt auch für die Familie Frers – beginnt nun eine Zeit des Umbruchs. Der Gründer und Geschäftsführer der paragon GmbH, der persönlich haftenden Gesellschafterin der paragon GmbH & Co. KGaA, bedauert diese negative Entwicklung aufs Tiefste. Klaus Dieter Frers: „Ich habe bereits durch finanzielle Beiträge und Verzichte in Millionenhöhe versucht, die Situation in den Griff zu bekommen. Ich bin extrem enttäuscht von dem potenziellen Partner, der am Ende nur leere Versprechungen gemacht hat. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Schaden für die Stakeholder minimiert wird.“
Die Geschäftsführung von paragon geht angesichts der Tatsachen, dass das Unternehmen profitabel ist, mit zahlreichen Automobilherstellern exzellente Kunden hat - bei denen mit ca. 94% des Umsatzes paragon Alleinlieferant ist - und über einen enormen Auftragsbestand verfügt, davon aus, dass nach Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters die Geschäftstätigkeit von paragon fortgeführt wird.
Über die paragon GmbH & Co. KGaA
Die im Regulierten Markt (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in Frankfurt a.M. notierte paragon GmbH & Co. KGaA (ISIN DE0005558696) entwickelt, produziert und vertreibt zukunftsweisende Lösungen im Bereich der Automobilelektronik, Karosserie-Kinematik und Elektromobilität. Zum Portfolio des marktführenden Direktlieferanten der Automobilindustrie zählen im Segment Elektronik innovatives Luftgütemanagement, moderne Anzeige-Systeme sowie akustische High-End-Systeme. Im Segment Mechanik entwickelt und produziert paragon aktive mobile Aerodynamiksysteme. Im schnell wachsenden automobilen Markt für Batteriesysteme liefert paragon mit dem Geschäftsbereich Power Batteriemanagement-Systeme und Antriebsbatterien.
Neben dem Unternehmenssitz in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) unterhält die paragon GmbH & Co. KGaA bzw. deren Tochtergesellschaften Standorte in Suhl (Thüringen), Landsberg am Lech und Nürnberg (Bayern), St. Georgen (Baden-Württemberg), Limbach (Saarland) sowie in Kunshan (China), Detroit (USA), Bengaluru (Indien) und Oroslavje (Kroatien).
Mehr Informationen zu paragon finden Sie unter www.paragon.ag.
- Indischer Investor Tejascore Techsystems Inc. erfüllt seine vertraglichen Verpflichtungen nicht
- Wegen der ausbleibenden Zahlungen i.H.v. EUR 12 Mio. kann paragon Zusagen ggü. seinen Lieferanten nicht leisten
- Insolvenz betrifft neben der börsennotierten paragon GmbH & Co. KGaA auch die Tochterunternehmen paragon electronic GmbH und paragon movasys GmbH mit insgesamt 552 Arbeitsplätzen
- paragon ist profitabel und verfügt über einen erheblichen Auftragsbestand großer Autohersteller und sieht sich gut gerüstet für die Zukunft
Delbrück, 07. September 2026 – paragon [ISIN DE0005558696] hat heute beim Amtsgericht Paderborn Insolvenzanträge für die Firmen paragon GmbH & Co. KGaA, paragon electronic GmbH und paragon movasys GmbH gestellt, nachdem ein Investor trotz Nachfristsetzung seinen vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen ist.
paragon hat es in den letzten Jahren, die durch globale Krisen und den Auswirkungen auf den automobilen Markt gekennzeichnet waren, geschafft, seine Verschuldung um mehr als 64% zu senken und trotz gesunkenem Umsatz seine Ergebnisse zu steigern. Der am 23. Juli 2025 veröffentlichte vorläufige Jahresabschluss für 2025 zeigt schwarze Zahlen und weist auf einen Rekord-Auftragseingang hin.
Um die Lieferantenverbindlichkeiten auf ein akzeptables Niveau zu senken, hat die paragon-Geschäftsführung einen Investor gesucht und seit Ende November 2025 mit einem indischen Privatinvestor bzw. dessen amerikanischen Holding Tejascore Techsystems Inc. verhandelt. Nach monatelangen intensiven Gesprächen, einer Due-Diligence-Prüfung und dem Austausch detaillierter Finanzinformationen unterzeichneten die Parteien am 19. Juni 2026 ein verbindliches Termsheet für Minderheitsbeteiligungen sowohl an der persönlichen haftenden Gesellschafterin der paragon GmbH & Co. KGaA, der paragon GmbH, als auch an der Frers Family Office GmbH, der Mehrheitsaktionärin der paragon GmbH & Co. KGaA. Am selben Tag gab Tejascore eine Finanzierungsbestätigung ab, in der sie ihre verbindliche Zusage bekräftigte, paragon ein Darlehen in Höhe von EUR 12 Mio. zur Verfügung zu stellen.
Tejascore hat sich in der Finanzierungsbestätigung verpflichtet, EUR 5 Mio. Ende Juni und weitere EUR 7 Mio. Ende Juli zu überweisen. Ferner sollte ein weiteres Darlehen über EUR 6 Mio. auf ersten Abruf bereitgestellt werden. Seiner Pflicht zur Umsetzung des Termsheets und der unverzüglichen Gewährung der Darlehen ist Tejascore trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachgekommen. Alle Bedingungen, die paragon bzw. die Frers Family Office GmbH betrafen, sind dagegen erfüllt worden.
Die Zusicherungen des CEOs und Mehrheitsaktionärs von Tejascore, in den USA über Finanzmittel in Höhe von mehr als USD 100 Mio. und weitere Mittel in Indien zu verfügen, waren der wesentliche Faktor für den Abschluss der Vereinbarungen, erwiesen sich aber mittlerweile als nicht zutreffend. Vielmehr war es wohl seine Absicht, erst durch Aktienemissionen an der New Yorker Börse die Finanzmittel zu beschaffen, was offensichtlich nicht gelang. paragon‘s Anwälte gehen daher von einer arglistigen Täuschung aus; es besteht der Verdacht des Betrugs.
Der Abschlussprüfer von paragon, KPMG, hat seine Prüfungsarbeiten zum Jahresabschluss 2025 weitgehend abgeschlossen; zum Bestätigungsvermerk fehlt nun der Eingang der Zahlungen von Tejascore. Ohne die Finanzmittel des Investors kann paragon die Zusagen, die im Rahmen von Vereinbarungen mit den Lieferanten getroffen wurden, nicht einhalten und muss daher Insolvenz beantragen, was auch für die Tochterfirmen paragon electronic GmbH und paragon movasys GmbH gilt. Hätte Tejasacore seine vertraglichen Pflichten erfüllt, wäre paragon bis Ende 2028 (!) durchfinanziert gewesen und es wäre nicht zu dieser einschneidenden Konsequenz gekommen. Betroffen sind die paragon-Standorte in Delbrück, Suhl, Landsberg am Lech, Limbach, Nürnberg und St. Georgen mit insgesamt 552 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – davon 21 Azubis und Praktikanten -, nicht aber die ausländischen paragon-Töchter in Kroatien und China.
Für alle Stakeholder – Aktionäre, Anleihengläubiger, Kunden, Lieferanten, Finanzierer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zuletzt auch für die Familie Frers – beginnt nun eine Zeit des Umbruchs. Der Gründer und Geschäftsführer der paragon GmbH, der persönlich haftenden Gesellschafterin der paragon GmbH & Co. KGaA, bedauert diese negative Entwicklung aufs Tiefste. Klaus Dieter Frers: „Ich habe bereits durch finanzielle Beiträge und Verzichte in Millionenhöhe versucht, die Situation in den Griff zu bekommen. Ich bin extrem enttäuscht von dem potenziellen Partner, der am Ende nur leere Versprechungen gemacht hat. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Schaden für die Stakeholder minimiert wird.“
Die Geschäftsführung von paragon geht angesichts der Tatsachen, dass das Unternehmen profitabel ist, mit zahlreichen Automobilherstellern exzellente Kunden hat - bei denen mit ca. 94% des Umsatzes paragon Alleinlieferant ist - und über einen enormen Auftragsbestand verfügt, davon aus, dass nach Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters die Geschäftstätigkeit von paragon fortgeführt wird.
Über die paragon GmbH & Co. KGaA
Die im Regulierten Markt (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in Frankfurt a.M. notierte paragon GmbH & Co. KGaA (ISIN DE0005558696) entwickelt, produziert und vertreibt zukunftsweisende Lösungen im Bereich der Automobilelektronik, Karosserie-Kinematik und Elektromobilität. Zum Portfolio des marktführenden Direktlieferanten der Automobilindustrie zählen im Segment Elektronik innovatives Luftgütemanagement, moderne Anzeige-Systeme sowie akustische High-End-Systeme. Im Segment Mechanik entwickelt und produziert paragon aktive mobile Aerodynamiksysteme. Im schnell wachsenden automobilen Markt für Batteriesysteme liefert paragon mit dem Geschäftsbereich Power Batteriemanagement-Systeme und Antriebsbatterien.
Neben dem Unternehmenssitz in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) unterhält die paragon GmbH & Co. KGaA bzw. deren Tochtergesellschaften Standorte in Suhl (Thüringen), Landsberg am Lech und Nürnberg (Bayern), St. Georgen (Baden-Württemberg), Limbach (Saarland) sowie in Kunshan (China), Detroit (USA), Bengaluru (Indien) und Oroslavje (Kroatien).
Mehr Informationen zu paragon finden Sie unter www.paragon.ag.
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